Ausbildung Diaetologie

FH-Bachelorstudium

Die Ausbildung zur Diaetologin/zum Diaetologen erfolgt durch ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule für Diaetologie. Das Studium dauert 6 Semester und schließt mit dem akademischen Grad „Bachelor of Science in Health Studies“ ab.

Mit erfolgreichem Abschluss des Studiums erlangt man die Berufsbefähigung und mit dem Eintrag ins Gesundheitsberuferegister (GBR) wird einem die Berufsberechtigung verliehen.

Studieninhalte

Das Bachelor-Studium setzt sich aus theoretischen Grundlagen und Praxislernphasen zusammen.

  • Die theoretischen Schwerpunkte liegen unter anderem auf medizinischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen, Diätetik, Ernährungs- und Verpflegungsmanagement, Kommunikation und wissenschaftlichem Arbeiten.
  • Die praktische Ausbildung umfasst die Anwendung der theoretischen Kenntnisse in Lehrveranstaltungen und Praxislernphasen, welche überwiegend in klinischen Bereichen (Kliniken, Ambulatorien, Primärversorgungszentren…) absolviert werden. Die praktische Ausbildung an den Praktikumsstellen umfasst dabei mindestens 25 % des gesamten Arbeitsaufwandes.

Rechtliche Grundlage für das Studium bildet die FH-MTD-Ausbildungsverordnung, derzufolge fachlich-methodische, sozial-kommunikative und wissenschaftliche Kompetenzen zu vermitteln sind, die für die Ausübung des Berufs der Diaetologin/des Diaetologen wesentlich sind. Auf die Verbindung zwischen Theorie und Praxis wird besonderer Wert gelegt.

Ausführlichere Informationen über die Studienpläne erhalten Sie bei den jeweiligen Ausbildungsinstitutionen.

Berufsbild Diaetologie

Hier erfahren Sie mehr über die Aufgaben- und Arbeitsbereiche von Diaetolog*innen.

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Ausbildungsinstitutionen in Österreich

Wien

Standort: FH Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien

Studiengänge: Bachelorstudium Diaetologie

Weitere Infos:

St. Pölten

Standort: Fachhochschule St. Pölten, Campus-Platz 1, 3100 St. Pölten

Studiengänge: Bachelorstudium Diaetologie, Akademischer Lehrgang Angewandte Ernährungstherapie für Ernährungswissenschafter*innen

Weitere Infos:

Linz

Standort: FH Gesundheitsberufe OÖ, Semmelweisstraße 34/D3, 4020 Linz

Studiengänge: Bachelorstudium Diaetologie

Weitere Infos:

Innsbruck

Standort: fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol, Innrain 98, 6020 Innsbruck

Studiengänge: Bachelorstudium Diaetologie, Masterlehrgang Klinische Diaetologie

Weitere Infos:

Bad Gleichenberg

Standort: FH Joanneum Bad Gleichenberg, Kaiser-Franz-Josef-Straße 24, 8344 Bad Gleichenberg

Studiengänge: Bachelorstudium Diaetologie, Masterlehrgang Angewandte Ernährungsmedizin (berufsbegleitend)

Weitere Infos:

Häufige Fragen zur Ausbildung

Diaetologin/Diaetologe ist ein gesetzlich anerkannter Gesundheitsberuf, der zur Gruppe der gehobenen medizinisch-technischen Dienste gehört. Ausbildung, Berufsbild als auch Berufsrechte und –pflichten sind in einem eigenen Gesetz (MTD-Gesetz, MTD-AV) definiert.

Diaetolog*innen sind u.a. für die Durchführung von ernährungstherapeutischen Behandlungen verantwortlich. Dies umfasst nach Anamnese und Diagnosestellung die Planung, Zusammenstellung, Umsetzung und Evaluierung von ernährungstherapeutischern Maßnahmen sowie die Beratung von Patient*innen und ihren Angehörigen.

Diese Tätigkeit ist Diaetolog*innen vorbehalten. Das heißt, Diaetolog*innen sind  neben Ärzt*innen die einzige Berufsgruppe, die Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen (bei Vorliegen/Verdacht einer Krankheit) ernährungstherapeutisch betreuen dürfen.

Die Bezeichnung „Diaetologin/Diaetologe“ ist gesetzlich geschützt. Das heißt, diese Berufsbezeichnung dürfen nur Personen tragen, die auch die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und eine Berufsberechtigung besitzen.

Das Studium Diaetologie erfolgt an einer Fachhochschule und dauert insgesamt 6 Semester. Das Studium schließt mit dem akademischen Grad „Bachelor of Science in Health Studies“ ab. Mit erfolgreichem Studienabschluss ist man berufsbefähigt und mit Eintrag ins Gesundheitsberuferegister erhält man die gesetzlich anerkannte Berufsberechtigung.

Die Voraussetzungen für das Studium sind eine Matura oder Studienberechtigungsprüfung für Medizin, Berufsreifeprüfung oder einschlägige berufliche Qualifikation mit Zusatzprüfungen (Entscheidung liegt bei den jeweiligen Studiengangsleitungen).

Abgesehen von den formalen Kriterien benötigen zukünftige Diaetolog*innen eine hohe soziale Kompetenz, gute Umgangsformen mit Menschen jeglicher Herkunft sowie eine hohe Belastbarkeit.

Das Studium dauert insgesamt 6 Semester – es ist ein Vollzeitstudium.

Nein. Derzeit gibt es nur die Möglichkeit eines Vollzeitstudiums. Durch den hohen Praxisanteil ist eine nebenberufliche Studienform nicht möglich.

Der Markt für Ernährungsberatung ist für Klient*innen bzw. Patient*innen fast unüberschaubar und eine Differenzierung zwischen qualifizierten und unqualifizierten Angeboten wird zunehmend schwieriger. Über eine anerkannte und qualitätsvolle Ausbildung (Studium) verfügen in Österreich Diaetolog*innen und Ernährungswissenschafter*innen.

Aber auch hier gibt es Unterschiede:
Diaetolog*innen sind gesetzlich befugt, sowohl gesunde als auch kranke Personen zu beraten und zu therapieren. Insbesondere bei Vorliegen einer ärztlichen Diagnose bzw. Anordnung haben nur Diaetolog*innen die gesetzliche Befugnis, die verordnete ernährungstherapeutische Behandlung oder Beratung/Schulung der Patientin/des Patienten durchzuführen.

Das Studium der Ernährungswissenschaften ist eine naturwissenschaftlich basierte akademische Berufsvorbildung und führt nicht zu einer gesetzlich geregelten Berufsberechtigung für die ernährungsmedizinische Beratung bzw. Therapie von kranken oder krankheitsverdächtigen Personen. Ernährungswissenschafter*innen können im Rahmen der Gewerbeordnung Ernährungsberatung bei gesunden Personen wie beispielsweise Sportler*innen durchführen.

Neben den beiden genannten Berufsgruppen gibt es ein breites Angebot an Kursen und Seminaren im Ernährungsbereich, die weder gesetzlich geregelt noch qualitätsgesichert sind. Personen mit Berufsbezeichnungen wie Ernährungscoach, -trainer*in oder auch Ernährungstherapeut*in verfügen über keine gesetzlich anerkannte Ausbildung und Befugnis, um Menschen mit medizinischen Diagnosen und Indikationen zu beraten bzw. zu therapieren.

Ernährungswissenschafter*innen und Diaetolog*innen unterscheiden sich von ihrem Tätigkeitsprofil und ihrem Studium.

Das Bachelorstudium Ernährungswissenschaften ist eine naturwissenschaftlich basierte akademische Berufsvorbildung – daraus kann keine Berufsberechtigung für Diaetologie abgeleitet werden.

Jedoch haben Ernährungwissenschafter*innen – im Gegensatz zu allen anderen Ernährungsberatern – ein fundiertes Universitätsstudium, dass sie u.a. befähigt, allgemeine Ernährungsprojekte und Beratung von gesunden Personen durchzuführen.

Ernährungswissenschafter*innen, die als Diaetolog*innen tätig sein möchten, haben die Möglichkeit, diese Berufsberechtigung und die Berufsbezeichnung durch ein Ergänzungsstudium auf der Fachhochschule zu erwerben.

Weitere Infos