Qualitätsstandard für die diaetologische Praxis
Der Diaetologische Prozess beschreibt das fachlich-methodische Handeln von Diaetolog*innen und zeigt die berufsspezifische Verantwortung im Rahmen der medizinischen Gesamttherapie auf. Er zielt darauf ab, den ernährungsbezogenen Gesundheitszustand von Personen wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und ihre Gesundheitskompetenz zu stärken.
Der diaetologische Prozess umfasst die folgenden Prozessschritte:
- Diaetologisches Assessment
- Diaetologische Diagnose
- Diaetologische Zielsetzung
- Diaetologische Intervention
- Monitoring und Outcomes-Evaluation
Darüber hinaus spielen prozessbegleitende Anforderungen (das Clinical Reasoning, die interprofessionelle Zusammenarbeit und das Nahtstellenmanagement), sowie qualitätssichernde Maßnahmen im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (Planen, Durchführen, Prüfen und Verbessern), dem PDCA-Zyklus, eine wesentliche Rolle.
Das Arbeiten nach diesen Prozessschritten stellt das wichtigste messbare Qualitätskriterium für die Patient*innen-Betreuung durch Diaetolog*innen dar.
Verankerung im neuen MTD-Gesetz
Seit dem 1. September 2024 ist der Diaetologische Prozess Grundlage für das im neuen MTD-Gesetz definierte Berufsbild von Diaetolog*innen. Daher ist es für alle Berufsangehörigen wichtig, sich mit seinen Anforderungen vertraut zu machen, um in ihrer beruflichen Praxis gemäß der gesetzlichen Vorgaben agieren zu können.
Die Bildungsakademie DIAETOLOGIE AUSTRIA bietet dazu laufend Fortbildungen an.